Als Implantate werden heute Silikonkissen entweder mit Silikongel oder Kochsalzfüllung verwendet. Der Schnitt erfolgt entweder in der natürlichen Hautfalte unter der Brust, im Bereich der Mamille oder auch in der Achselhöhle. Durch diese Öffnung schafft der Chirurg einen Hohlraum, in den er das Implantat einsetzt. Dieser Hohlraum wird entweder direkt hinter dem Brustgewebe geschaffen oder zwischen dem Brustmuskel und den Rippen. Ausgehend von den persönlichen Vorstellungen und körperlichen Gegebenheiten kann der erfahrene Chirurg zusammen mit der Patientin die Lage von Schnitt und Implantat sowie die gewünschte Implantatgröße bestimmen.
Vorausgesetzt, dass es nicht zu einer Kapselverhärtung kommt, können Sie mit einer vollen und natürlichen Brustform rechnen. Das Implantat ist in der Regel weder unter der Haut tastbar, noch sind seine Abgrenzungen sichtbar. Die Ergebnisse sind sehr dauerhaft und halten, je nach persönlicher Veranlagung, viele Jahre – aber nicht ewig. Der natürliche Alterungsprozess und die Schwerkraft werden die Form der Brust im Laufe der Jahre wieder verändern. In diesem Fall können Sie durch ein Brustlifting das Aussehen Ihrer Brüste wieder verjüngen.
Eingriffe an der weiblichen Brust sind Operationen, die einer Narkose und eines ein- oder mehrtägigen Klinikaufenthaltes bedürfen. Nach der Operation entstehen, wie bei jedem operativen Eingriff, auch bei der Brustimplantation mehr oder weniger starke Schmerzen, Schwellungen und Blutergüsse, die sich jedoch innerhalb von Tagen bis mehreren Wochen wieder zurückbilden. Die Schnitte hinterlassen kleine Narben, die im Laufe der Zeit aber verblassen und kaum noch erkennbar sein werden. Das endgültige Ergebnis kann in den meisten Fällen erst nach 6 bis 9 Monaten beurteilt werden.
Generell wird eine kleinere, leichtere und festere Brust dadurch erreicht, dass überflüssiges Haut- und Brustgewebe im unteren Brustbereich entfernt wird. Mit den verbleibenden oberen Anteilen formt der Chirurg eine neue Brust. Für optimale Ergebnisse kann es zusätzlich erforderlich sein, überschüssiges Fettgewebe zu entfernen oder ein Brustimplantat einzusetzen. Mamille und Brustwarzen werden normalerweise zusammen mit Nerven und Blutgefäßen versetzt. Dadurch ist gewährleistet, dass die Patientin auch nach dem Eingriff weitgehend normal empfindet und meistens sogar ihre Fähigkeit zum Stillen behält. Vor jeder Brustverkleinerung oder -straffung, erfolgt eine ausführliche Beratung mit dem Chirurgen, welche Ergebnisse unter Berücksichtigung der persönlichen Vorstellungen und körperlichen Voraussetzungen erzielt werden können. Der Eingriff wird in der Regel stationär durchgeführt. Je nach Eingriff ist mit einem Klinikaufenthalt von 3 bis 8 Tagen zu rechnen.
Mit einer Brustverkleinerung werden Größe und Form Ihrer Brüste dauerhaft verändert. Dennoch werden sich im Laufe der Jahre der natürliche Alterungsprozess, Gewichtsveränderungen und die Schwerkraft auf die Form Ihrer Brüste auswirken. In diesem Fall kann durch einen erneuten Eingriff das Aussehen Ihrer Brüste wieder verjüngt werden.
Bei einer Bruststraffung wird das überschüssige Hautgewebe der Brust, das für den Hängebusen verantwortlich ist, operativ entfernt. Es gibt etliche Methoden für eine Bruststraffung. Welche Methode im Einzelfall die richtige ist, bzw. welche Methode sich am besten für die Bruststraffung eignet, wird in einer Voruntersuchung ermittelt, in dem die Patientin auch ausführlich über die Möglichkeiten und Risiken der einzelnen Methoden der Bruststraffung aufgeklärt wird.
Normalerweise wird mit zwei Schnitten gearbeitet: Die Schnittführung verläuft dabei rund um den Warzenhof und von dessen unteren Rand zur unteren Brustfalte. In einigen Fällen ist ein weiterer Schnitt entlang der natürlichen Brustfalte erforderlich.
Bei der Operation wird nach dem Entfernen überflüssigen Gewebes der verbliebene Drüsenkörper neu geformt, nach oben verlagert und dort einerseits mit versenkten Nähten am Muskel, andererseits durch die Hautstraffung befestigt. Bei der Neuformung der Brust wird auch die Brustwarze, samt Nerven und Blutgefäßen, in die neue Position gebracht. Die Wunde wird mit feinsten Fäden intrakutan verschlossen und es wird ein straff sitzender Verband angelegt. Drainagen sorgen für den ungehinderten Abfluss von Blut und Gewebeflüssigkeit. Je nach Ausmaß dauert der Eingriff 2 bis 4 Stunden.
Die Berührungsempfindlichkeit der Brustwarzen kann nach dem Eingriff zunächst beeinträchtigt sein, und es kann Monate dauern, bis eine normale Empfindlichkeit zurückkehrt. Ein endgültiges Ergebnis kann in den meisten Fällen nach ca. 6 Monaten beurteilt werden. Die Narben und eventuelle Verhärtungen im Gewebe verbessern sich sogar noch während der folgenden 1 bis 2 Jahre, so dass sie schließlich unauffällig, wenn auch nicht unsichtbar werden.
Die weit aus grössere Zahl der Frauen leidet unter so genannten Schlupfwarzen (eingezogenen Brustwarzen ), bei denen sich die Brustwarze nach innen richtet und sich nur zeitweise oder nie nach außen wölben kann.
Die Brustdrüse hat viele kleine Milchgänge, die wiederum in größere Gänge münden. Diese enden schließlich in den großen Ausführungsgängen an den Brustwarzen. Bei den Schlupfwarzen (Hohlwarzen) sind diese Gänge verkürzt. Dies betrifft auch das benachbarte Bindegewebe. Durch die Verkürzung kommt es zur Einstülpung und dem trichterförmigen Äußeren der Schlupfwarzen. Eingezogene Brustwarzen können aber auch im Rahmen von Vernarbungen bei Entzündungen oder beim Brustkrebs auftreten. Diese Veränderungen sind keine Schlupfwarzen und müssen dringen abgeklärt werden.
Die Form der Brustwarzen kann separat oder in Verbindung mit anderen Brustkorrekturen wie einer Brustvergrößerung, einer Brustverkleinerung oder einer Bruststraffung korrigiert werden.
Bei eingezogenen Schlupf- oder Hohlwarzen werden ambulant in örtlicher Betäubung über einen winzigen Hautschnitt die darunter liegenden Drüsenausführungsgänge und die benachbarten Bindegewebssstrukturen durchtrennt. Dabei muss äußerst sensibel vorgegangen werden, damit es nicht zu einer Durchblutungsstörung der Brustwarzen kommt. Die Position der Brustwarzen wird am Ende der Operation mit einer Kanüle, fixiert. Diese sollte wenigstens 1 Woche belassen werden. Die Fäden können nach 10-14 Tagen entfernt werden.
Nach der Operation der Schlupfwarzen sind alle Milchdrüsenausführungsgänge unterbrochen. Das heißt, ein Stillen ist normalerweise nicht mehr möglich.
Durch einen Minihautschnitt an möglichst unauffälliger Stelle wird eine Kanüle in das Fettdepot eingeführt, über die die überschüssigen Fettzellen abgesaugt werden.
Die Unterhautfettzellen sind traubenähnlich in dünne bindegewebige Hüllen verpackt. Diese werden mit der Kanüle durchtrennt, und das Fett wird durch den Unterdruck aus seiner Hülle herausgesaugt. Die Fettträubchen können zwischen 0,5 und 2 cm groß sein. Die Kunst des Chirurgen besteht darin, mit viel Fingerspitzengefühl durch die Haut zu ertasten, was an Fettgewebe entfernt und was erhalten werden soll. Ziel dabei ist nicht, alle Fettzellen radikal zu entfernen, sondern eine neue, ebenmäßige Kontur zu gestalten.
Mit der Entfernung störender Fettansammlungen und der Modellierung der entsprechenden Partien durch den Chirurgen, wirkt der Körper schlanker, und die Proportionen gewinnen an Harmonie.
Der Eingriff wird bei kleineren Korrekturen in der Regel ambulant durchgeführt. In örtlicher Betäubung und mit einer Infusion von Schmerzmitteln kann die Klinik unmittelbar nach dem Eingriff verlassen werden.
Bei größeren Eingriffen ist eine Vollnarkose erforderlich. Bei Korrekturen an der Hüft- und Beinregion kann auch eine Spinalanästhesie angewendet werden. Je nach Eingriff ist dann mit einem Klinikaufenthalt von 1 bis 8 Tagen zu rechnen. Anfänglich bestehen muskelkaterähnliche Empfindungen, die aber bald nachlassen. Für ca. 5 Wochen empfiehlt sich das Tragen eines festen Trikots, um den Anpassungsprozess der Haut zu unterstützen. Bezüglich des Ergebnisses braucht man anfangs Geduld, frühestens nach 6 Wochen ist mit einer ersten vorzeigbaren Veränderung zu rechnen, nach weiteren 6 Wochen ist dann ein dauerhafter Zustand eingetreten. Unabhängig vom Heilungsprozess darf man schon frühzeitig wieder belasten. Auch sportliche Aktivitäten können schon bald wieder aufgenommen werden.
Die reine Betonung der Taillen erfolgt mittels Perfektionsabsaugung. Die Form der Absaugung stellt auch an den erfahrenen Operateur höchste qualitative Ansprüche, da es darum geht auch nur kleinste Körperregionen zu optimieren (wie auch bei Hals, Knieinnenseiten, , „six-pack“-Darstellung, usw.).
Ein solcher Eingriff nach Ausdehnung des abzusaugenden Areals erfolgt entweder unter Lokalanästhesie oder Vollnarkose. Bei über 2 l Absaugvolumen ist aus medizinischen Gründen eine Nacht mit stationärer Überwachung erforderlich. Das Abklingen der Blutergüsse und Schwellungen dauert ca. 14 Tage. Das Endergebnis (Kontur) ist nach ca. 3 Monaten erreicht.
Besteht ein Haut-/Fettüberschuß lediglich unterhalb des Nabels, so ist eine Mini-Bauchdeckenstraffung ausreichend. Hierbei wird zunächst die Schichtdicke der Bauchdecke sowie die Taillenregion mittels Fettabsaugung konturiert. Anschließend wir der Hautüberschuss über einen relativ kurzen Schnitt, kaum länger als bei einem Kaiserschnitt, entfernt. Die geraden Bauchmuskeln werden vom Nabel bis zum Schambein auch gestrafft. Damit wird der Bauch schön flach, mit betonter Taille und einer unauffälligen Narbe, welche vom Bikini bedeckt wird.
Anders ist es, wenn der gesamte Bauch voluminös ist, oder wenn in Folge einer drastischen Gewichtsreduktion ausgeprägte Hautüberschüsse zurückbleiben. In diesem Fall ist eine große Bauchdeckenstraffung die geeignetere Methode. Auch hier erfolgt zuerst die Modellierung des Oberbauches, der Taille und der Hüften mittels Fettabsaugung. Anschließend wird die gesamte Bauchdecke von der darunter liegenden Muskulatur abgehoben und nach unten gestrafft sowie der Nabel versetzt und in seiner Form optimiert. Gerade bei der großen Bauchdeckenplastik ist die Straffung der Bauchmuskulatur ober- und unterhalb des Nabels von besonderer Wichtigkeit. Nur so kann ein Bauch, der zum Beispiel durch mehrere Schwangerschaften geschwächt und dadurch unschön nach vorne hängt, wieder in Form gebracht werden.
Die Schnittführung ist abhängig von der Menge des zu reduzierenden Gewebes. Drainagen werden nach der Bauchstraffung, je nach Fördermenge, 2-5 Tage belassen. Auflösliche Fäden müssen nicht gezogen werden. Nicht auflösliche Fäden werden nach frühestens 14 Tagen entfernt. Je nach Ausdehnung der Bauchstraffung ist ein stationärer Aufenthalt von 1 bis 2 Tagen empfehlenswert – bei starkem Gewebeüberschuss auch länger.
Die Patienten sollten keine gravierenden Nebenerkrankungen haben und mit einem aufwendigeren Eingriff einschließlich der entsprechenden Nachbehandlung einverstanden sein. Die Technik des Bodylifting entspricht im Wesentlichen der Bauchdeckenstraffung, Gesäßstraffung und Oberschenkelstraffung – sie werden hier allerdings in einer Operation durchgeführt. Die Schnitte, die im Slip-Bereich verlaufen, werden im Bereich der Hüften miteinander verbunden. So erreicht man durch Entfernung des Hautüberschusses, auch im Bereich der Oberschenkelaußenseiten und Hüften einen guten Straffungseffekt.
Das Bodylift wird in Vollnarkose durchgeführt und ist mit einem stationären Eingriff von 2 bis 7 Tagen verbunden. Die Mobilisation ist nach dieser Operation etwas erschwert im Vergleich zu den kleineren Einzeloperationen.
Bildet sich die Brustdrüse trotz Behandlung der zugrunde liegenden Erkrankung nicht zurück, ist die operative Reduktion oder Entfernung des Brustdrüsengewebes eine Möglichkeit zur Korrektur.
Über kleine Hautschnitte am Rand oder quer durch die Brustwarze wird überschüssiges Brustdrüsengewebe entfernt. In einigen Fällen wird zur optimalen Konturierung der Brust die Brustkorrektur mit einer Fettabsaugung kombiniert. Die dazu benötigte Kanüle kann über die bereits bestehenden Einschnitte oder über kleine Schnitte im Bereich der Unterbrustfalte oder Achselhöhle eingeführt werden. Üblicherweise erfolgt im ersten Schritt die Fettabsaugung, bei der unter Bewegung der Kanüle das Fettgewebe gelöst und abgesaugt wird. Im zweiten Schritt wird der Restbrustdrüsenkörper entfernt.
Zum Abschluss werden Drainagen zum Ablauf von Blut und Wundsekret eingelegt.
Bei sehr ausgeprägter Gynäkomastie kann ein Hautüberschuss verbleiben, der entfernt werden muß.
Das Ausmaß der Gynäkomastie entscheidet ebenso über die Art der Narkose, wie über die Durchführung einer ambulanten oder stationären Operation. Um Blutergüsse und Schwellungen zu mildern wird dem Patienten nach der Operation ein Verband angelegt, der kontinuierlich in den ersten ein bis zwei Wochen zu tragen ist. Die Drainagen werden innerhalb der ersten Tage entfernt, die Hautfäden nach sieben bis zehn Tagen.
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